Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de



KTL

Aufruf: Kodierung in der Reha nach KTL

Die Überarbeitung der Klassifikation Therapeutischer Leistungen in der Rehabilitation (KTL 2006) ist abgeschlossen und liegt ab 2007 zur Dokumentation aller Therapeutischen Leistungen im Reha-Bereich vor.

Die Voraussetzung für den Erhalt der höchst aufwendig errungenen Ziffern F 153 und F163 im Kapitel F Klinische Psychologie, Neuropsychologie für Künstlerische Therapien/Kunst- und Gestaltungstherapie Einzel oder Gruppe ist jedoch perspektivisch nur dann garantiert, wenn die KTL 2006 konsequent von allen betreffenden Kolleginnen und Kollegen als Dokumentationsinstrument angewandt wird.

Hier gilt auch der Hinweis, dass Klinikleitungen unter Umständen deutlich auf das aktuelle Kodiersystem hingewiesen werden müssten.

In der medizinischen Rehabilitation wird die Einführung von Fallpauschalen vorbereitet. Dies ist im Zusammenhang der Fallpauschalen (DRGs) im Akutkrankenhaus zu sehen, da eine sektorenübergreifende Klassifikation vorgesehen ist. Neu sind deshalb sehr differenzierte Komplexbeschreibungen im KTL 2006, die berufsgruppenübergreifend kodiert werden können und müssen. Diese Ziffern bilden, neben Umstellung der Hauptkapitel, den Kern der KTL-Revision und werden aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung Bund als Innovation bezeichnet. Diese Ziffern befinden sich insbesondere im neuen Kapitel C Information, Motivation und Schulung. Sie beschreiben diagnosespezifische (z.B. bei Adipositas, Schlaganfall), abteilungsspezifische (z.B. in der Onkologie, bei Suchtmittelabhängigkeit) und symptomspezifische (z.B. bei chronischem Schmerz) interdisziplinäre Programme. Deren Anwendung und Kodierung neben den Ziffern für Künstlerische Therapien hat eine große Bedeutung, da im berufsgruppenübergreifenden / interdisziplinären Team auch Kunst- und GestaltungstherapeutInnen (oder andere Künstlerische Therapeuten) am Erbringen dieser Leistungen beteiligt sind.

In der KTL 2006 wurden entsprechend den Empfehlungen der in der AG DRG FKT kooperierenden Verbände, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie, Kunst- und Gestaltungstherapie sowie Theatertherapie unter dem Oberbegriff "Künstlerische Therapien" aufgenommen. Für DFKGT-Mitglieder stehen die Ziffern im Mitgliederbereich zum Download als PDF-Dokument zur Verfügung.

Dieser Text ist im Mitgliederrundbrief 2/2006 (Dezember) veröffentlicht von Titus D. Hamdorf, Dr. Harald Gruber, Christa-Barbara Kraft und Bettina Kunzmann


© 2014 Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V.
Rechtliche Hinweise | Informationen zur Datensicherheit
Seite ausdrucken | Seite empfehlen